T III CNC-Technik

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Entwicklung eines Informationspools mit Lehrgangskonzepten und Schulungsunterlagen zur Einbindung moderner CNC-Techniken in den Holzbau

Während die zimmermannsmäßige Bearbeitung der Hölzer (Abbund) früher ausschließlich über manuelle Fertigungsmethoden erfolgte, findet heute durch den Einsatz computergesteuerter, bedienungsarmer, teilautomatisierter Fertigungsanlagen (Abbundmaschinen) eine industriell orientierte Bearbeitung statt. Durch gestiegene Komplexität dieser Anlagentechnik in Verbindung mit einer veränderten Ablauforganisation innerhalb der Betriebe steigen die Anforderungen an die Qualifikationen sowohl der Mitarbeiter als auch der Betriebsleitung.

Bisher gab es noch keine Bildungskonzepte und –unterlagen, die diese Inhalte in die Aus-, Fort- und Weiterbildung transferieren. Durch die Kooperation mit der Fa. Hundegger (weltweiter Marktführer im Bereich computergesteuerter Abbundanlagen) sowie durch Investitionen des Bundesbildungszentrums in diese neue Technik wurden die Grundvoraussetzungen geschaffen, um praxisnahe Schulungskonzepte und –unterlagen zu erarbeiten sowie Pilotprojekte durchzuführen.

Ziel dieses Projektes war es, einen Informationspool zum Thema Maschinen- und Anlagetechnik aufzubauen. Bestandteil dieses Informationspools sollten u. a. Schulungskonzepte und -unterlagen des Aufgabengebiets der CNC – Technik im Holzbau sein. Da die Technik des computerunterstützen Abbunds weltweite Bedeutung hat, wurden die Ergebnisse dieses Projekts auch ins Englische übersetzt.
Zunächst wurden zwei typische Zielgruppen von Schulungen im CNC-Bereich ermittelt. Auf der einen Seite sind dies Maschinenführer, die eine solche Anlage bedienen, warten, rüsten, pflegen und Störungen beseitigen müssen. Auf der anderen Seite stehen die Arbeitsvorbereiter, die meist als Zimmermeister Holzbauwerke CAD-gestützt konstruieren. Sie sind nicht praktisch tätig, sondern generieren die Daten für den CNC-Abbund, kontrollieren und optimieren diese im Steuerungsprogramm der Abbundanlage. Für den an dieser Zielgruppe ausgerichteten Kursteil wurde die Bezeichnung „Fachkraft Abbundtechnik“ geschaffen.

Anschließend wurden die Kursinhalte für beide Zielgruppen definiert. Neben Themen, die ausschließlich für Maschinenführer bzw. ausschließlich für die Fachkraft Abbundtechnik von Bedeutung sind, müssen beide über eingehende Kenntnisse des Steuerungsprogramms (Einzelstab-Konstruktions-Programm, kurz: EKP) verfügen.

Die Anmeldungen zu den ersten Kursen zeigten, dass es in der Praxis keine klare Trennung beider Zielgruppen gibt. Die meisten Teilnehmer hatten Interesse an beiden Kursen. Um diesen eine zweimalige Anreise bzw. eine Wiederholung der gleichen Kursinhalte zu ersparen, wurden beide Kurse so miteinander verzahnt, dass nun gleiche Inhalte gemeinsam unterrichtet werden. Teilnehmer, die nur an einem Kurs Interesse haben, reisen früher ab bzw. später an. Die Kurslängen betragen aktuell 3 Tage für den Maschinenführer, 2 Tage für die Fachkraft Abbundtechnik und 4 Tage für den Kombikurs.

Ideal wäre eine Zusammenfassung zu reinen Maschinenführer- bzw. reinen Fachkraft- oder Kombikursen. Die relativ geringen Anmeldezahlen lassen solche Gruppenbildungen jedoch leider nicht zu. Aus dem gleichen Grund kann auch keine, an sich sehr sinnvolle, Aufgliederung der Fachkraftkurse entsprechend der von den Arbeitsvorbereitern verwendeten CAD-Branchensoftware (Abbundprogramme) angeboten werden. Auf diese unterschiedlichen Programme kann nur am Rande eingegangen werden, da die Vorgehensweisen sehr unterschiedlich und für die anderen Teilnehmer uninteressant sind.

Der Netzwerkpartner im Teilprojekt III, die University of British Columbia in Vancouver, übersetzte die Skripte ins Englische. In Kanada wurde anschließend ein Pilotkurs durchgeführt.